Automatisierbarer RFQ-Kontext für STEP-Dateien

CAD-Daten, die Kalkulation und Einkauf direkt weiterbringen.

Warum werden Fertigungsdaten noch abgetippt, wenn sie mit der STEP-Datei reisen können? STEP-Q strukturiert Material, Menge, Prozessannahmen und weitere RFQ-Metadaten so, dass Menschen und Systeme dieselben Anfragegrundlagen verstehen.

Public GitHub Draft Offen dokumentiert und prüfbar.
Carrier-agnostisch Gedacht für AP203, AP214, AP242 und Sidecar-Profile.
holydraft Praxis Aus Schnittstellenarbeit zwischen CAD, Einkauf und Fertigung.
Partnerlogos folgen Platz für Pilotpartner und kompatible Systeme.

Warum STEP-Q?

STEP-Q ersetzt STEP nicht. STEP-Q macht Anfragekontext maschinenlesbar.

STEP ist ein etablierter Standard für CAD-Geometrie und produktbezogene Daten. STEP-Q ergänzt diesen Austausch um eine kleine, dokumentierte RFQ-Metadatenschicht: Material, Fertigungsabsicht, Mengen, Oberflächen, Toleranzen, Prüfanforderungen und weitere Informationen, die für Kalkulation und technische Übergabe relevant sind.

Manuelle Übertragung

Anfrage- und Angebotsprozesse bleiben schwer automatisierbar, obwohl viele Informationen bereits existieren.

Rückfragen

Konstruktion, Einkauf, Fertigung und externe Partner klären Details erneut, statt Daten direkt zu nutzen.

Medienbrüche

CAD, Kalkulation, Plattformformulare und Fertigungssysteme arbeiten mit getrennten Datenlogiken.

Unklare Grundlage

Technische Merkmale werden unterschiedlich interpretiert und Angebotsannahmen bleiben schwer nachvollziehbar.

Was wird strukturiert?

Fertigungsrelevante Informationen direkt an der Übergabe.

STEP-Q bildet Informationen ab, die heute häufig manuell interpretiert oder aus Begleitdokumenten zusammengesucht werden müssen.

Technische Felder

  • Material und Halbzeug
  • Fertigungsverfahren
  • Oberflächen und Nachbehandlungen
  • Toleranzen und Qualitätsanforderungen

Anfragebezogene Felder

  • Mengen und Losgrößen
  • Anfrage- und Angebotskontext
  • Bauteilfunktion und Fertigungsabsicht
  • Prüf- und Dokumentationsanforderungen

Beispiel Entgraten

Neben vielen Methoden zum Entgraten von Teilen ist das Nassschliffverfahren sehr gängig. Hierbei muss immer entschieden werden, ob nur eine oder beide Seiten entgratet werden sollen. Das Fehlen dieser Angabe führt zu unnötigen Rückfragen. STEP-Q kann diese Angabe maschinenlesbar mitliefern.

Metallbauteil mit Bohrungen und einer markierten Schnittkante
Kante

Entgratangabe & Hinweise

Bear­bei­tungEntgraten
OptionenRückseitig / Zweiseitig
ZielGratfreie Kanten
Geeignet fürLaserteile und Blechteile
Kanten­wirkungKanten werden gratfrei, bleiben aber meist scharfkantig.
Oberflächen­hinweisDie Oberfläche kann sich durch maschinelles Entgraten verändern.
Auswahl relevantJa, für Angebot und Fertigung
  • Entgraten entfernt erhöhte Kanten (Grat), die durch Laserschneiden entstehen können.

  • Die Kanten werden gratfrei, bleiben jedoch meist scharfkantig.

  • Durch maschinelles Entgraten kann sich die Oberfläche verändern.

  • Für Angebot und Fertigung ist die Wahl der Entgratart relevant.

Entgratoptionen im Vergleich

Rückseitig

Vorderseite
(nicht entgratet)

Rückseite
(entgratet)

Zweiseitig

Vorderseite
(entgratet)

Rückseite
(entgratet)

t = Materialstärke

Optionenerklärung

Rückseitig
Entgratung nur auf einer Seite / Rückseite
Zweiseitig
Entgratung auf Vorder- und Rückseite
Nicht entgratet
Schnittkante mit sichtbar aufstehendem Grat
Entgratet
Bearbeitete Metallkante ohne sichtbaren Grat

Entgraten entfernt erhöhte Kanten (Grat) und macht sie gratfrei, jedoch meist scharfkantig.

Symbol einer Metallkante mit hervorgehobener bearbeiteter Fläche

Wie es funktioniert

Einmal strukturiert erfassen,
danach besser übergeben.

  1. Daten erkennen

    CAD, PDM, ERP oder Plattformen stellen vorhandene Informationen wie Material, Menge oder Prozesskontext bereit.

  2. Prüfen

    Anwender können Werte kontrollieren, fehlende Angaben ergänzen und die Übergabe bewusst freigeben.

  3. Mitgeben

    STEP-Q-Metadaten reisen strukturiert mit der STEP-Datei oder über ein dokumentiertes Sidecar-Profil.

  4. Weiterverarbeiten

    Importer, Portale und Kalkulationssysteme können diese Daten mappen und zu ihren Zwecken weiterverarbeiten.

Für wen?

Vier Rollen, ein besserer Übergabepunkt.

STEP-Q soll genau dort helfen, wo CAD-Informationen in Anfrage, Angebot, Arbeitsvorbereitung oder Softwarelogik erneut interpretiert werden. Entwicklungspartner helfen, diese Übergänge mit echten Daten belastbar zu machen.

Konstruktion & Engineering

Fertigungsabsichten strukturiert mitgeben, statt sie später in E-Mails, Zeichnungen oder Formularen zu verlieren.

Fertiger & Lohnfertiger

Rückfragen reduzieren, Angebotsannahmen nachvollziehbarer machen und relevante Felder schneller auswerten.

Plattformen & Portale

Anfrageformulare automatisch vorbelegen und unvollständige Datensätze gezielter sichtbar machen.

Softwareanbieter

CAD-, CAM-, ERP- und PDM-Schnittstellen um einen klaren RFQ-Kontext für downstream Prozesse erweitern.

Tooling Preview

Importer, Exporter und Demo-Workflows entstehen rund um die Spezifikation.

Für den ersten Website-Entwurf zeigen wir die Richtung: STEP-Datei auswählen, Metadaten prüfen, STEP-Q-konform schreiben und in Zielsysteme übergeben. Echte Upload-, Viewer- oder Verarbeitungsfunktionen werden separat bereitgestellt.

SolidWorks OrderSpot Messersoft Kalkulationssysteme Laserhub Xometry Plattform-Importer HUBS Inventor 247TailorSteel Spanflug CAM-Schnittstelle
Q_MATERIALEN AW-6082
Q_PRIMARY_PROCESSmilling
Q_QUANTITY25
Q_THREAD_SPECM8x1.25-6H
Q_CERTIFICATEEN10204-3.1
Q_SURFACE_FINISHRa 1.6
Q_TOLERANCE_CLASSISO 2768-mK
Q_DELIVERY_WINDOW14 Tage
Q_PART_FUNCTIONTragender Halter

holydraft

Schnittstellenarbeit aus der Praxis für die Praxis.

holydraft initiiert STEP-Q und entwickelt das Ökosystem dahinter: Spezifikation, Anwendungsfälle, Importer-/Exporter-Konzepte und technische Beratung für CAD-, PDM-, ERP- und Plattformintegrationen.

Erfahrung aus manuellen Workflows

Viele Übergaben funktionieren heute nur, weil Menschen technische Informationen händisch sortieren, prüfen und übertragen.

Automatisierung mit Bodenhaftung

STEP-Q soll genau dort strukturieren, wo Daten bereits vorhanden sind, aber noch nicht sauber in Folgeprozessen ankommen.

Vom Kopf ins Produkt

Das Ziel ist weniger Reibung zwischen Idee, Konstruktion, Anfrage, Kalkulation und Fertigung.

FAQ

Fragen, die STEP-Q beantworten muss.

Warum braucht es STEP-Q, wenn es bereits STEP AP242 gibt?

AP242 ist stark und umfassend für Produktdaten. STEP-Q ersetzt AP242 nicht, sondern ergänzt STEP-basierte Prozesse gezielt um praxisnahe RFQ-Metadaten: Fertigungsabsicht, anfragerelevante Informationen und Felder für Kalkulation, Einkauf, Arbeitsvorbereitung und Plattformprozesse.

Wie vereinheitlicht STEP-Q Materialbezeichnungen?

STEP-Q soll Materialien nicht automatisch erraten. Stattdessen wird eine definierte Bezeichnung bewusst zugeordnet. Interne Materiallogiken können über Mapping-Tabellen oder Übersetzungsdatenbanken mit STEP-Q-konformen Daten verbunden werden.

Kann ich mich darauf verlassen, dass mit STEP-Q alle Daten korrekt sind?

Nein. STEP-Q macht bereitgestellte Informationen strukturierter und nachvollziehbarer, ersetzt aber keine fachliche Prüfung. Die Verantwortung für richtige, vollständige und freigegebene Daten bleibt bei Ersteller, Exporter, Importeur und den jeweiligen Prozessen.

Warum sollte ich den zusätzlichen Aufwand machen?

Viele STEP-Q-relevante Informationen existieren bereits im CAD-Modell, in Parametern oder internen Systemen. Ein Exporter kann sie auslesen, zur Prüfung anzeigen und strukturiert mitgeben. Dadurch sinken später Rückfragen, manuelle Übertragung und Fehlerwahrscheinlichkeit.

Was passiert, wenn sich Werte oder Enumerationen ändern?

STEP-Q ist auf versionierte Weiterentwicklung ausgelegt. Neue Werte können ergänzt werden; Importer können über Versionen, Mapping- und Alias-Logiken nachvollziehen, nach welcher Spezifikation eine Datei erstellt wurde.

Müssen Anwender Metadaten weiterhin manuell in Formulare eingeben?

Nicht zwingend. Unterstützt ein Portal oder ein Anfrageprozess STEP-Q, können Felder wie Material, Menge, Verfahren, Oberfläche oder Fertigungsabsicht aus der Datei übernommen, geprüft und ergänzt werden.

Erkennt STEP-Q, wenn wichtige Informationen fehlen?

STEP-Q kann mit Vollständigkeitsprofilen arbeiten. Ein Profil legt fest, welche Angaben für einen Anwendungsfall benötigt werden. Fehlende Pflichtinformationen können dann sichtbar gemacht oder als unvollständig markiert werden.

Verantwortung

Strukturierte Übergabe ersetzt keine Freigabe.

STEP-Q dient der strukturierten Übertragung und Verarbeitung von technischen und fertigungsrelevanten Informationen. STEP-Q ersetzt keine technische Prüfung, Fertigungsfreigabe, Qualitätskontrolle oder rechtliche Verantwortung der beteiligten Parteien. Vollständigkeit gilt immer bezogen auf ein definiertes Profil oder einen konkreten Anwendungsfall.